Kometen

Knapp vorbei ist auch daneben Während einige Asteroidenjäger an Weihnachten 2004 jede Nacht am Teleskop verbringen, um den Flug des Asteroiden 2004 MN4 weiter zu beobachten, sichten andere die Aufnahmen in ihren Archiven. Vielleicht haben sie den Asteroiden in den zurückliegenden Monaten aufgenommen, ohne ihn bemerkt zu haben? Wieder sind es die Asteroidenjäger aus Arizona, die einen Volltreffer landen. Sie hatten den Asteroiden 2004 MN4 schon im März 2004 am Himmel fotografiert. Mit den neu berechneten Daten wird klar: Die Erde liegt nicht mehr auf der Bahn des Asteroiden. Wenige Wochen später bestätigen Aufnahmen eines Radarteleskops die Entwarnung: Der große Asteroid wird die Erde 2029 knapp verfehlen – um gerade mal 30000 Kilometer. Ist die Katastrophe nur aufgeschoben? Trotz der Entwarnung wird dem Asteroiden eine seltene Ehre zuteil: 2004 MN4 erhält im Sommer 2005 einen Namen: Er wird nach dem ägyptischen Gott für Zerstörung und Chaos „Apophis“ benannt. Das ist treffend, denn bei einem Einschlag würde er eine ganze Region verwüsten und einen Krater von rund vier Kilometer Durchmesser schlagen. Apophis hat noch zwei weitere Chancen, seinem Namen gerecht zu werden. In den Jahren 2036 und 2037 kommt er der Erde wieder gefährlich nahe – jeweils wieder am 13. April, da sich Apophis und Erde in dieser Phase synchronisiert um die Sonne bewegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Apophis 2036 auf die Erde stürzt, beziffern die Experten im Moment auf 1:45.000. Die Berechnungen legen die Linie der Bedrohung weitgehend in den Pazifik. Dort könnte er zwar nicht unmittelbar Menschen töten, aber stattdessen einen großen Tsunami auslösen. Der Asteroid steht weiter unter Beobachtung. Quelle: Quarks ubd Co