größtes geplantes Auge

In den chilenischen Anden entsteht ein neues, riesenhaftes Auge für die Astronomie: Neun Institutionen aus den Vereinigten Staaten, Australien und Südkorea haben ein Abkommen über Bau und Betrieb des Giant Magellan Telescope unterzeichnet. Mit einer mehr als 20 Meter weiten Lichtsammelfläche soll der Riese Bilder liefern, die zehnmal so scharf sind wie jene des Weltraumteleskops Hubble.
In den chilenischen Anden entsteht ein neues, riesenhaftes Auge für die Astronomie: Neun Institutionen aus den Vereinigten Staaten, Australien und Südkorea haben ein Abkommen über Bau und Betrieb des Giant Magellan Telescope unterzeichnet. Mit einer mehr als 20 Meter weiten Lichtsammelfläche soll der Riese Bilder liefern, die zehnmal so scharf sind wie jene des Weltraumteleskops Hubble.

Jeder einzelne der sieben Spiegel misst 8,4 Meter im Durchmesser. Foto: Lori Stiles, University of Arizona

Dieses Teleskop eröffnet der Wissenschaft ganz außerordentliche Möglichkeiten”, ist Patrick McCarthy von der Carnegie Institution überzeugt, der Leiter des Projekts. “Es wird uns nicht nur Einblicke in die Natur des Universums liefern, sondern auch in die Grundgesetze der Physik, die seine Entwicklung bestimmen.” Laut derzeitiger Planung soll das Teleskop im Jahr 2019 seine ersten Beobachtungen anstellen.

Als Bauplatz für den Riesen wurde der Bergrücken Las Campanas ausgewählt, gut 100 Kilometer nordöstlich der Stadt La Serena. Die dünne, trockene Gebirgsluft und die spärliche Besiedlung der Wüstenregion schaffen ideale Beobachtungsbedingungen für Astronomen. Dementsprechend existiert dort bereits ein amerikanisches Observatorium, und auch die europäische Südsternwarte ist in der Region vertreten.

Die Lichtsammelfläche des Giant Magellan Telescope wird aus einem 8,4 Meter großen Spiegel bestehen, um den herum sechs weitere Spiegel gleicher Größe angeordnet sind. Diese sieben Spiegel lenken das einfallende Licht auf einen “lediglich” einen Meter großen Sekundärspiegel, der gezielt verformt werden kann, um atmosphärische Störungen auszugleichen. Die Baukosten werden auf etwa 700 Millionen Dollar geschätzt.

Quelle: www.GMTO.org