APO Linsenteleskop

Der klassische Refraktor:

Dieses Fernrohr hat vorne ein Objektiv aus mehreren Linsen, das von diesem Objektiv entworfene Bild wir dann mit dem Okular (einer Lupe) vergrößert betrachtet. Den Strahlengang des Refraktors zeigt siehe Bild. Im Fokus entsteht das Bild des Objekts, und wird dort durch ein in den Okularauszug eingesetztes Okular betrachtet. Der Okularauszug lässt sich zum Fokussieren des Bildes mit einem Rad verstellen. Blenden im Tubus sollen das von den Wänden reflektierte Streulicht abfangen.

Entscheidend ist bei einem Refraktor die Qualität des Objektivs. Weil blaues Licht stärker im Objektiv gebrochen wird als rotes Licht, liegt der Fokus für blaues Licht näher am Objektiv als der Fokus für rotes Licht. Das im Okular betrachtete Bild hat daher starke Farbränder. Um diesen Fehler zu vermeiden, verwendet man zwei oder mehrere Linsen im Objektiv, fertigt man diese aus verschiedenen speziellen Glassorten (z.B.ED), so lässt sich der Farbfehler weitgehend vermeiden. In ganz guten Refraktoren wird sogar für eine der Linsen kein Glas, sondern ein künstlich erzeugter Kristall aus Calzium-Fluorit eingesetzt. Je besser diese Gläser sind, und je größer die Objektive, desto teurer wird es. Ein APO-Refraktor mit 500 mm Öfnung kann dann schon mal bis zu 850 000 Euro kosten, und das auch noch ohne Montierun, die dann noch einmal so viel kosten kann.

Vorteile:
Sehr scharfe und kontrastreiche Bilder
Optik dejustiert sich kaum
Kaum anfällig gegen Luftunruhe
Kurze Abkühlzeit nach Aufbau
Geschlossene Optik (kein Schmutz)

Nachteile:
Lichtschwach bei F10-F15
Farbfehler bei preiswerten Geräten
Gute Geräte extrem teuer
Vergleichsweise schwer und unhandlich